Wissenwertes über Edelsteine

Der Edelstein

Auswahl eines Edelsteins

Unter den Schöpfungen der Natur gehören Edelsteine - wie der Name schon sagt - zu den Schönsten und Edelsten. Perfekte Individualisten sind es, denn kein Stein ist wie der andere. Von einigen Edelsteinen wusste man wahrscheinlich lange vor Beginn irgendwelcher geschichtlicher Aufzeichnungen, andere wurden erst vor kurzer Zeit entdeckt. Sie sind ein Geschenk der Natur an uns und wir sollten die Bewunderung für ihre Schönheit an die nächsten Generationen weitergeben.
Edelsteine als Schmuck, spielen im Leben der Menschen erst seit einer gewissen Bewusstseinsbildung eine Rolle. Das begann vor etwa 10.000 Jahren. Und immer noch begleitet uns die gleiche Faszination; der Glanz, die Farbenpracht, das Außergewöhnliche, ein Hauch von Magie.

Wie geheimnisvolle Blütentriebe keimen Kristalle im heute noch lebendigen Felsgestein, der schon vor Jahrmillionen durch das Spiel gewaltiger Naturkräfte entstanden ist. Ein Mineral wird heute nur dann in königliches Stand des Edelsteines erhoben, wenn ihn drei adelnde Kardinaltugenden eigen sind, die ihm Würde und Wert verleihen: Schönheit, Seltenheit und Dauerhaftigkeit.

Entstehung

Vor ungefähr 2 Milliarden Jahren gelangte kristallisierter Kohlenstoff durch gewaltige Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche. Dort kühlten die Kristalle ab, in den sogenannten Kimberlitschloten, dem vulkanischen Gestein und Hauptfundort der Diamanten. Diese abenteuerliche Reise durch den Erdmantel haben jedoch nur wenige überstanden. Das ist auch der Grund, weshalb Diamanten so selten sind. Von den Anfängen der Diamantensuche bis heute konnten erst gegen 400 Tonnen des edlen Materials gewonnen werden. Nur gerade die Hälfte eignet sich zu Schmuckzwecken. Und lediglich ein Bruchteil davon ist am Ende größer als ein Viertelkaräter. Das Aufspüren von Diamanten ist trotz modernster Mittel immer noch schwierig. Um Rohmaterial in der Größe eines Einkaräters zu gewinnen, müssen durchschnittlich 250 Tonnen Kimberlit - Gestein bearbeitet werden.

Entdeckung

Geschichtlichen Zeitdokumenten zufolge wurden die ersten Diamanten vor mehr als 2800 Jahren in Indien entdeckt. Die moderne Diamantenindustrie nahm ihren Anfang erst im späten neunzehnten Jahrhundert, in Südafrika. Zu den Ergiebigsten Minen, mit mehr als 80 Prozent des weltweit gehandelten Rohmaterials, zählen heute jene in Australien, Zaire, Südafrika, Botswana und in der ehemaligen Sowjetunion. Annähernd so wichtig sind die Fundstellen in Namibia, gefolgt von Angola, Brasilien, Guyana, Venezuela, Gunea, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Zentralafrikanische Republik, China, Indonesien und Indien. Die größten Schleifzentren befinden sich in Antwerpen, New York, Bombay und Tel Aviv. Bis ein Diamant in einem Schmuckstück erstrahlt, durchwandert er bis zu vier Kontinente und geht durch die Hände mehrerer hundert Personen verschiedenster Fachrichtungen.